REWE macht Zugeständnisse
Schallmauer soll Bürger schützen
Von Petra Wischgoll, 08.04.09,
Eine eigene Brücke für Radfahrer und Fußgänger wird vom Konzern Rewe in Aussicht gestellt, genauso wie eine Schallmauer. Politiker loben Verhandlungsbereitschaft des Handelsriesen.
Chorweiler - Beim geplanten Bau seines Zentrallagers macht der Lebensmittelkonzern Rewe den Chorweiler Bezirksvertretern umfangreiche Zugeständnisse. So soll eine eigene Brücke für Radfahrer und Fußgänger an jener Stelle des Mohlenwegs gebaut werden, die künftig der Lkw-Anlieferverkehr auf dem Weg zum Lager überqueren muss. Des weiteren werde eine zusätzliche, fünf Meter hohe Schallmauer errichtet. Für die Bepflanzung am Gebäude wolle man heimische Hölzer verwenden, erläuterte ein Rewe-Sprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, auch eine umweltfreundliche Fotovoltaikanlage sei vorgesehen.
Um Lärm zu reduzieren, wurde bereits am bestehenden Rewe-Frischezentrum eine Außenstromanlage installiert, aus der sich die Lastwagen-Fahrer auch bei abgestelltem Motor den „Saft“ für ihre Kühlanlage ziehen können. Das gleiche System soll auch am neuen Bau errichtet werden. Die „Lichtemission“, wie es etwas schwammig heißt, wird zudem „so gering wie möglich“ gehalten.
In einem mehrstündigen Gespräch vor ihrer jüngsten Sitzung hatten die Chorweiler Stadtteil-Parlamentarier mit Vertretern des Handelsriesen über das geplante Lager im Kölner Norden diskutiert. Die Lokalpolitiker präsentierten eine Liste mit Forderungen, die sich zum Teil aus einer Bürgerbeteiligung und aus Anregungen der Stadtteilvertreter zusammen setzte. Neben den von Rewe zugestandenen Punkten beinhaltete die Liste unter anderem den Wunsch, dass der Bau des Lagers und der Ausbau der Umgehungsstraße Fühlingen „zeitnah“ geschehen soll.
Auf ihrer Sitzung votierten die Bezirksvertreter denn auch für die Veränderung des Bebauungsplanes und ermöglichten so den neuen Rewe-Bau. Der Beschluss beinhaltetet auch die Liste mit Forderungen. Die Lokalpolitiker zeigten sich überwiegend zufrieden: „Es war ein hervorragendes Gespräch. Die Rewe ist uns sehr entgegen gekommen“, erklärte Bezirksbürgermeister Jürgen Kircher (SPD). Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Cornelie Wittsack-Junge, kommentierte den Verlauf des Gesprächs dagegen vorsichtiger. „Es gibt bestimmte Dinge, die von der Rewe aufgegriffen werden. Aber am Ende wird entscheidend sein, was umgesetzt wird.“
Rund 70 Millionen Euro will der Handelsriese in das neue Lager investieren. Vor Ort sollen rund 600 Arbeitsplätze entstehen. Das 50 000 Quadratmeter große Lager wird gegenüber dem bereits bestehenden, 35 000 Quadratmeter großen Frischezentrum angesiedelt. Es soll 360 Meter lang, 127 Meter tief und 16 Meter hoch sein. Anwohner sehen den Bau mit Skepsis.
KSTA. vom 25.02.2009
Blumenbergsweg soll verbreitert werden
Von Petra Wischgoll, 25.03.09, 15:52h
Immer mehr Lastwagen weichen auf diese Strecke aus, seit die Neusser Landstraße in Fühlingen teilweise für Lkw gesperrt wurde. Die Kosten für den Ausbau der Straße könnten auf 120.000 Euro steigen.
Chorweiler - Das Warten hat tatsächlich ein Ende: Im Juni soll endlich der Blumenbergsweg (L 43) verbreitert werden. Dies teilte der Landesbetrieb Straßenbau NRW (LSN) auf Anfrage mit. An zwei Wochenenden sollen beide Fahrspuren jeweils um 50 Zentimeter ausgebaut werden, bestätigte Laurenz Braunisch von der LSN-Außenstelle Rhein-Berg.
Momentan laufe noch die Ausschreibung, erläutert Braunisch. Die Kosten für den Ausbau trägt die Stadt, der Landesbetrieb Straßenbau führt die Arbeiten durch. Auf ihrer jüngsten Sitzung beauftragten die Chorweiler Bezirksvertreter mehrheitlich die Verwaltung, die Finanzierung sicherzustellen. In der Vorlage der Verwaltung wurde eine Summe von rund 85 000 Euro genannt, die auf ersten Schätzungen des LSN basieren. Nach neuesten Berechnungen könnte sich diese Summe allerdings noch auf 120 000 Euro erhöhen, so der LSN.
Der Ausbau war nötig geworden, als die Neusser Landstraße, die auch durch den Ortskern von Fühlingen führt, für den Schwerlastverkehr gesperrt wurde. Seitdem weichen immer mehr Lkw auf den Blumenbergsweg und die Mercatorstraße aus - nach Angaben der Verwaltung nutzen rund 100 Fahrer pro Tag die Strecke. Zum Vergleich: Vor der Sperrung wurden 20 der großen Transporter gezählt.
Die Trasse ist allerdings so schmal, dass die Lastwagen bei Gegenverkehr auf den unbefestigten Straßenrand, so genannte Bankette, ausweichen müssen. Diese Bankette wurden dadurch enorm beschädigt. Die Erde wurde aufgewühlt und ist deutlich mit breiten Reifenspuren gezeichnet. Bei Regen entwickelt sich ein brauner Matsch. Vor allem für Radfahrer kann es bei solchen Bedingungen gefährlich werden. Des öfteren musste der Landesbetrieb bereits ausrücken, um die Seitenbereiche notdürftig auszubessern.
Lkw-Fahrer müssen draußen bleiben
Von Petra Wischgoll, 21.01.09, Kölner Stadanzeiger
Die Neusser Landstraße in Fühlingen ist für Schwerlaster tabu. Bis zur Fertigstellung der Umgehungsstraße darf kein Lkw über 7,5 Tonnen durch Fühlingen fahren.
Chorweiler - Anfangs war es nur eine vorübergehende Lösung, nun wird sie dauerhaft Bestand haben: Bis zur Fertigstellung der lang ersehnten Umgehungsstraße dürfen Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen nicht mehr auf der Neusser Landstraße (B9) durch Fühlingen brettern. Verkehrszählungen hätten gezeigt, dass das Verbot aufrecht erhalten bleiben müsse, erklärte Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik.
Für die Anwohner heißt das: Bis die Ortsumgehung voraussichtlich im Jahr 2012 oder 2013 fertig gebaut ist, haben sie vor den lästigen Lastern Ruhe. Die Bürgerinitiative Fühlingen (Baff), die seit Jahren gegen den Schwerlastverkehr in ihrem Vorort kämpft, bedankte sich jetzt bei Harzendorf für „sein Engagement“, und schenkte ihm einen Lkw sowie das Baff-Logo in Form eines Kuchens.
Seit Einführung der Lkw-Maut auf Autobahnen hatte sich die Zahl der Lastwagen, die durch Fühlingen fuhren, stark erhöht - um Geld zu sparen, wichen viele Fahrer auf die Neusser Landstraße aus. Um dem entgegen zu wirken, wurde zunächst ein Nachtfahrverbot für Lkw eingerichtet. Im Oktober 2007 folgte eine sechsmonatige Testphase, in der gar kein Schwerlastverkehr mehr zugelassen war. Falls die Fahrzeuge über Landstraßen fahren wollten, war dies nur über den Blumenbergsweg und die Mercatorstraße möglich. „Zählungen haben ergeben, dass vor der Testphase rund 300 Lkw über die B 9 fuhren“, erklärte Harzendorf. „Nach dem Verbot ist die Zahl auf 100 Fahrzeuge gesunken.“ Dabei sind zwei Drittel der Laster laut Harzendorf auf der Autobahn geblieben, ein Drittel nutze den Blumenbergsweg.Zudem sollen auf der Neusser Landstraße spätestens bis Mai drei Verkehrsinseln gebaut und eine Fahrbahnstelle verengt werden, damit Autos ausgebremst werden und Passanten leichter die Straße überqueren können. Auch wenn die Straße als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist, würden sich nicht alle Autofahrer an die Regelung halten.
Bericht Kölner Wiochenspiegel
Bürger kritisieren REWE-Pläne
Konzern plant ein neues Tiefkühllager im Gewerbegebiet Feldkassel
Fühlingen (jh). "Dann ist es bei uns demnächst nur noch taghell", befürchtet ein Bürger aus Fühlingen. Der Rewe-Konzern will im Gewerbegebiet Feldkassel ein neues Tiefkühllager errichten, und die Bürger der drei angrenzenden Stadtteile laufen Sturm. Denn nicht nur von der neuen Großbeleuchtung werden die Bürger betroffen sein. Sie befürchten unter anderem mehr Lärm und mehr LKW-Verkehr.
Um die Bürger über die neue Situation zu informieren und erste Ideen zum möglichen Protest gegen den Bau des Tiefkühllagers zu sammeln, veranstalteten die Bürgerinitiative BAFF, die Freiwillige Feuerwehr Fühlingen und die Schützenbruderschaft Fühlingen, sowie die Bürgervereine der Stadtteile Fühlingen Rheinkassel, Langel und Kasselberg einen Informationsabend. Die rege Beteiligung der Bürger zeigte die Brisanz des Themas.
Die ernüchternde Erkenntnis des Abends war, dass trotz aller bisherigen Einwände der Bürger das Lager wohl gebaut werde. Trotzdem sollen die Bürger von ihrer Möglichkeit zum Einspruch Gebrauch machen, denn die Bezirksvertretung Chorweiler werde alle Einwände bearbeiten.
Der Bau des Tiefkühllagers soll spätestens im Jahr 2010 beginnen und 2011 fertig sein. Allerdings wird die geplante Ortsumgehung für Fühlingen, die Weiterführung der bestehenden Industriestraße, erst zwei bis drei Jahre nach dem Lager realisiert sein. So rechnen die Bürger damit, dass die LKW von der Autobahnausfahrt Worringen der A57 kommend noch mehrere Jahre durch Roggendorf, Blumenberg und Fühlingen oder Rheinkassel nach Feldkassel fahren.
Bericht Kölner Stadtanzeiger
Die Sorgen der Bürger
Von Petra Wischgoll, Kölner Stadtanzeiger vom 22.12.08
Sie befürchten mehr Verkehr und erhöhten Lärm: Glücklich sind viele Anwohner nicht über die Pläne des Lebensmittelkonzerns Rewe, im Kölner Norden ein weiteres Frische- und Logistikzentrum zu bauen. Bis zu 600 Arbeitsplätze sollen angesiedelt werden.
Fühlingen Sie befürchten mehr Verkehr und erhöhten Lärm: Glücklich sind viele Anwohner nicht über die Pläne des Lebensmittelkonzerns Rewe, im Kölner Norden ein weiteres Frische- und Logistikzentrum zu bauen. Die Bürgervereine von Fühlingen, Rheinkassel-Langel-Kasselberg, die Bürgerinitiative „Baff“ und die Schützenbruderschaft Fühlingen hatten jetzt zu einer Informationsveranstaltung geladen. Dort erklärten sie den Anwohnern den aktuellen Stand der Pläne.
Der Handelsriese plant, 2009 oder 2010 südlich des Mohlenwegs ein neues Lager für zu kühlende Waren zu errichten. Dieses soll gegenüber dem bereits bestehenden, 35 000 Quadratmeter großen Frischezentrum angesiedelt werden. Das rund 50 000 Quadratmeter große Gebäude soll 360 Meter lang, 127 Meter tief und 16 Meter hoch sein. Laut Rewe-Sprecher Ulrich Lissek soll es dort bis zu 600 Jobs geben - neben vielen Verlagerungen aus anderen Gebieten soll auch eine bislang unbestimmte Anzahl an neuen Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Verkehr soll über die Robert-Bosch-Straße geleitet werden, vorbei am bestehenden Frischezentrum. Dann müssen die Fahrer der Transporter den nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Mohlenweg überqueren.
Ersehnte Umgehungsstraße
Dies soll laut dem Amt für Stadtplanung nur eine Übergangslösung sein: Wenn voraussichtlich im Jahr 2012 tatsächlich mit dem Bau der ersehnten Umgehungsstraße Fühlingen begonnen werden sollte, soll der Verkehr anschließend über die Trasse laufen. „Wir befinden uns in der Planung und diskutierten gerade mit der Stadt, was möglich ist und was nicht“, sagt Lissek.
Doch die Anwohner sind skeptisch. „Uns wurde gesagt, dass sich der Verkehr um rund 80 Prozent erhöht und dass es durch das neue Lager nun insgesamt 8800 Fahrten pro Tag hier geben wird“, sagte Anton Harff vom Bürgerverein Fühlingen. Rewe-Sprecher Lissek kann dies nicht kommentieren, betont aber: „Wir werden alles dafür tun, die Lärmbelastung so gering wie nur möglich zu halten. Wir wollen ein guter Nachbar sein.“ Möglichkeiten wären Lärmschutzwälle, die Dämpfung der Motoren für die Kühlaggregate und der Rolltore und Anweisungen an die Lkw-Fahrer, rücksichtsvoll zu fahren.
Eine weitere Sorge der Bürger: Die geplante Überquerung des Mohlenweges, der von vielen Kindern als Schulweg genutzt wird. „Wir befürchten, dass aus einer provisorischen eine feste Verkehrslösung wird“, sagt Harff. Die Bürgervereine wollen jetzt eine gemeinsame Strategie entwerfen und das Gespräch mit der Stadt und mit Rewe suchen. „Das Lager kommt auf jeden Fall“, ist sich Harff sicher. „Wir müssen jetzt nur alles dafür tun, dass es für uns erträglich wird.
Bericht in Worringen Pur
Landtagsabgeordnete Anke Brunn:
Ortsumgehung für Fühlingen muss beschleunigt werden
Neue Anbindung an die A 57 Richtung Düsseldorf notwendig
Auf eine erneute Anfrage der Abgeordneten Anke Brunn wegen der massiven Überlastung des Ortskerns von Fühlingen auf der B 9 durch Lastwagen hat Landesverkehrsminister Wittke jetzt reagiert. In seiner Antwort weist er auf ein bereits seit Mai bestehendes nächtliches Durchfahrtsverbot für Lastwagen und auf das nun in Kraft getretene für 6 Monate gültige LKW-Durchfahrtsverbot tagsüber hin.
Die Einführung einer LKW-Maut hält der Landesverkehrsminister dagegen nicht für gerechtfertigt. Anke Brunn begrüßt die bisher in gutem Einvernehmen zwischen Lokalpolitik, Bezirksregierung und Landesbetrieb Straßenbau getroffenen Maßnahmen. Umso dringlicher wird nun ihrer Meinung nach die Ortsumgehung für Fühlingen. „Der Bau dieser Ortsumgehung ist wichtig für den gesamten Kölner Norden. Angesichts des erfreulichen Wachstums der lndustrie im Kölner Norden wird der Verkehr noch zunehmen. Mit der 0rtsumgehung allein wird es auf Dauer nicht getan sein. Es wird auch eine weitere Autoahnanbindung an die A57 in Richtung Norden benötigt; denn in Chorweiler kann man bisher nur in Richtung Köln, aber nicht in Richtung Düsseldorf auf die A 57 auffahren.“
Verkehrsminister Wittke macht außerdem darauf aufmerksam, dass für eine weitere Autobahnanbindung sehr strenge Kriterien und vor allem eine Initiative aus der Region von Nöten seien. Bezüglich des beschleunigten Baus der Umgehungsstraße und perspektivisch die weitere Autobahnanbindung an die A 57 bat Frau Brunn nun auch Herrn OB Schramma initiativ zu werden.
WorringenPur.de/02.11.2007
Bericht: Heike Matschkowski
Bericht Kölner Stadtanzeiger vom 17.10.07
Amtsleiter Klaus Harzendorf (l.) und Hans Heinrich Lierenfeld schraubten das Schild an der Neusser Landstraße ab, wonach die Fahrt durch Fühlingen für Lkw nur nachts verboten war.
Fühlingen - „Gib mir mal einen Zehner-Schraubenschlüssel“ - mit dieser Forderung an seine Mitarbeiter klettert Klaus Harzendorf, Leiter des Amts für Straßen und Verkehrstechnik, auf die Leiter an dem Schildermast. Mit Hilfe des Werkzeugs und der Unterstützung von Chorweilers Bezirksvorsteher Hans Heinrich Lierenfeld schraubt er ein kleines Verkehrszeichen ab, dessen Demontage eine große Wirkung für den Stadtteil Fühlingen haben dürfte: Lkw-Verbot von 22 bis 6 Uhr steht darauf geschrieben. Mit der Entfernung des Blech-Rechtecks ist nun die Neusser Landstraße (B 9) zwischen Merianstraße und Mennweg nicht nur nachts, sondern permanent für sämtliche Laster gesperrt.
Lkw - mit Ausnahme des Lieferverkehrs für die Geschäfte in Fühlingen - müssen den Stadtteil fortan über Merian- und Mercatorstraße sowie den Blumenbergsweg umfahren. Das Durchfahrtsverbot auf der B 9 gilt zunächst für eine Testphase von sechs Monaten. Gegen Ende des Testlaufs führt das Amt für Straßen und Verkehrstechnik eine Verkehrszählung in dem Bereich durch und wird deren Ergebnis der Bezirksregierung präsentieren. Es wird verglichen mit einer Erhebung, die das Amt dort bis vor Kurzem vorgenommen, aber noch nicht ausgewertet hat. Eine Zahl verrät Mitarbeiterin Angela Stolte-Neumann aber schon jetzt: Zuletzt donnerten „zu Spitzenzeiten etwa 160 Lkw pro Stunde durch Fühlingen“. „Das ist eine Anzahl, die stört“, formuliert es die Verkehrsexpertin.
Amtsleiter Harzendorf sieht das Verbot als ersten Schritt eines Lkw-freien Stadtteils: „Der Verkehr muss raus aus Fühlingen. Das ist nur mit einer Umgehungsstraße möglich.“ Die komme „in vier bis fünf Jahren“. Auch die „Bürgerinitiative Anliegerstraße für Fühlingen“ will weiter für die Ortsumfahrt und gegen die Lkw-Belastung kämpfen. Unter anderem „werden wir Firmen anschreiben und sie auf das Durchfahrtsverbot hinweisen“, sagte Gebhard Hilger von der Initiative
16.10.07 Report K Kölns Internetzeitung
Bild Report K Foto oben: Demontierten die Durchfahrtbeschränkung für LKW auf die Nachtstunden an der Merianstraße, Klaus Harzendorf, der Leiter des städtischen Amtes für Verkehr und der Bezirksbürgermeister Chorweiler Hans-Heinrich Lierenfeld. (v.l.n.r.) ---
Fühlingen: Endlich Ruhe vor den LKW
Die Anwohner von Fühlingen sind geplagt, geplagt vor allen Dingen nach dem die LKW Maut eingeführt wurde, denn seitdem rollen mehr als 1600 LKw durch das kleine beschauliche Dorf im Kölner Norden. Damit ist jetzt zunächst für sechs Monate Schluss, denn solange gilt das von der Bezirksregierung genehmigte Durchfahrverbot für LKW 24 Stunden lang. Bisher galt nur ein Nachtfahrverbot.
Jahrelang hatte die Bürgerinitiative dafür gekämpft. Bezirksbürgermeister Lierenfeld lobt denn auch deren bürgerschaftliches Engagement. Hans-Heinrich Lierenfeld nennt mehrere Gründe für den erhöhten LKW-Verkehr, zum einen die Maut, aber auch die vielen Baustellen auf der A57 haben zu dem erhöhten Verkehrsaufkommen geführt und eigentlich ist die Umgehungsstraße überfällig. Lierenfeld hofft auf eine erhöhte Polizeipräsenz, die dann die entsprechenden Kontrollen durchführt. Denn selbst in der Zeit des kurzen Pressetermins bogen alleine drei LKW verbotswidrig ab. Die Verbotsschilder fallen aber auch nicht gerade üppig aus.
Klaus Dieter Harzendorf, der Leiter des städtischen Amtes für Verkehr beschreibt die Situation vor Ort: Die Ortslage Fühlingen ist problematisch der Ort eng gebaut und mit 15.000 Fahrten täglich belastet. Die Menschen in Fühlingen sind belastet und auch das LKW Fahrverbot kann keine abschließende Lösung sein und nur für die Zwischenzeit, da eine Ortsumgehung so kurzfristig nicht möglich ist. Harzendorf freute sich, dass man die Anwohner von Abgasen und Lärm der LKW entlasten könne. Ein Problem war auch die Bezirksregierung die zunächst ihre Zustimmung versagte und das Experiment jetzt auch nur für ein halbes Jahr genehmigte und auch nur weil das Nachtverbot Wirkung zeigte und es gute Umleitungsstrecken gibt.
Bevor es ein endgültiges LKW Durchfahrverbot geben wird, wird der Verkehr erneut gezählt werden, Harzendorf zeigte sich aber positiv gestimmt, dass das Durchfahrverbot dauerhaft kommen wird. Die Bürgerinitiative Anliegerstrasse für Fühlingen (BAFF) freut sich über den Teilerfolg, rückt aber von ihrer seit Jahrzehnten, wie man schreibt, geforderten Umgehungsstraße nicht ab. Zudem fordert man eine Blitzanlage, weil man davon ausgeht, dass sich "die große Mehrzahl der PKW-Fahrerinnen enorm in der Geschwindigkeit verschätzt, wenn sie hier durch Fühlingen rauschen". Und natürlich hoffen auch die Initiatoren von BAFF auf wirksame Kontrollen.
Andi Goral für report-k.de / Kölns Internetzeitung
Bericht in Worringenpur
Damit LKW nicht mehr über die Neusser Landstrasse durch Fühlingen fahren (gestrichelte Linie)sollen sie über Blumenbergsweg und Mercatorstraße(blaue Pfeile) geführt werden.
Den Bericht finden Sie unter diesem Link. Worringenpur
Radio Köln am 15.10.2007
Seit Montag Mittag gilt in Fühlingen das ganztägige LKW-Durchfahrtsverbot. Experten der Stadt Köln haben die Verkehrssituation in den vergangenen Monaten intensiv beobachtet.
Um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu minimieren, ist die Durchfahrt für Lastwagen auf der Neusser Straße schon seit dem Frühjahr nachts verboten. Für das nächste halbe Jahr gilt das Verbot auch tagsüber. Dabei handelt es sich aber erst einmal um eine Testphase.
Immer wieder hatten Anwohner in Fühlingen gegen den Lärm des - wie sie sagen - unzumutbaren Durchgangsverkehrs demonstriert. Täglich würden allein rund 800 große Laster durch Fühlingen fahren
Haus Fühlingen
Die Zukunft des alten Reiterhofs
VON OLIVER GÖRTZ, 29.08.07
Fühlingen - Die Sanierung und Neugestaltung des Hauses Fühlingen verzögert sich. Der Investor musste die Grundrisse einiger Wohnungen verändern, da sich keine Käufer für die größeren der bis zu 171 Quadratmeter messenden Appartements fanden. „Das gibt der Markt zurzeit nicht her. Deshalb mussten wir umplanen“, sagt Finanzier Jens Liewald. Somit konnte der für vergangenes Frühjahr angestrebte Baubeginn nicht eingehalten werden.
Ursprünglich vorgesehen waren 21 Wohnungen. Nun werden in dem denkmalgeschützten ehemaligen Reiterhof 33 Wohnungen entstehen. Wegen der Umplanungen verfiel die bereits erteilte Baugenehmigung. Für die überarbeitete Form muss jetzt erneut das Baurecht eingeholt werden. Mit den verschiedenen Stellen der Verwaltung „sind wir derzeit in Verhandlung“, erklärt Liewald. Die Denkmalschutz-Behörde habe den neuen Plänen bereits zugestimmt. „Wir werden zeitnah eine große Werbeaktion starten und voraussichtlich im Herbst wieder mit dem Vertrieb der Wohnungen beginnen“, sagt Liewald.
Auch die geplante Umgehungsstraße Fühlingen spiele bei der Vermarktung eine Rolle. Das Haus Fühlingen liegt direkt an der Neusser Landstraße (B 9). Durch die Ortsumfahrt, die in fünf Jahren fertig sein soll, würde ein Großteil des starken Lkw-Verkehrs auf der B 9 verschwinden. Liewald: „Es wäre sehr wichtig, wenn die Umgehungsstraße bald käme.“
Bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler hatte sich CDU-Politikerin Käthe Reiff in einer mündlichen Anfrage nach dem Haus Fühlingen erkundigt. Die Stadtteilparlamentarier setzten sich parteiübergreifend seit Jahren dafür ein, dass das Haus vor dem Verfall gerettet und seine historische Substanz erhalten wird.
Bericht in Worringen Pur
Umgehungsstraße Fühlingen nicht vom Tisch
Anke Brunn fragt nach Köln-Fühlingen
Die Überlastung der Bundesstraße 9 zwischen Köln und Neuss, insbesondere in Köln-Fühlingen ist unumstritten. Erneut mehren sich Bürgerklagen bzgl. der Überlastung im Ortskern durch LKW`s. Eine Umgehungsstraße, ähnlich wie in Roggendorf/Thenhoven, würde Abhilfe schaffen. Zu diesem Thema stellte die SPD-Landtagsabgeordnete Anke Brunn nun eine Anfrage bei der Landesregierung. Darin wird die Forderung erhoben - die B 9 in Fühlingen für die Durchfahrt von LKW`s zu sperren,
- die Strecke zwischen Köln und Neuss für LKW`s mautpflichtig zu erklären und
- die Umleitungsempfehlung aus der A 1 entsprechend zu ändern.Des Weiteren hackte die Abgeordnete Brunn nach, zu welchem Ergebnis die für März 2007 angekündigten Behördengespräche zum Stand der Belastungen des Ortskerns von Köln-Fühlingen durch LKW`s und zu deren
Ursachen und der möglichen Abhilfe gekommen sind. Auch die Frage, wie die Landesregierung im Licht der neuen Erkenntnisse, die Forderung nach einem Durchfahrtsverbot für LKW`s und die Forderung nach einer LKW-Maut zwischen Köln und Neuss beurteilt, ist noch nicht geklärt.
Wie aber kann erreicht werden, dass auf der A 1 die Umleitungsempfehlung so geändert wird, dass der Autobahnverkehr vom Kölner Autobahnring nicht auf die B 9 abgeleitet wird? Die Beantwortung dieser Frage bleibt die Landesregierung noch ebenso schuldig wie die Klärung der Frage, wie sie die Forderung nach einem weiteren Anschluss an die A 57 beurteilt, um den Verkehr der geplanten Umgehungsstraße für Fühlingen vom Industriegebiet im Kölner Norden ohne weitere Belastungen anderer Ortsteile auf die Autobahn abzuleiten.
Die Antwort der Landesregierung bezüglich der oben erwähnten Fragen wird von Frau Brunn und ihrem Mitarbeiter, Herrn David Krahnenfeld, in Kürze erwartet. Herr Krahnenfeld, der den gesamten Kölner Norden betreut, steht für betroffene Bürger ebenfalls als Ansprechpartner für weitere Fragen zur Verfügung. Der Kontakt ist auch über WorringenPur möglich!
WorringenPur.de im Gespräch mit
D. Krahnenfeld (SPD)/ 17.09.2007
Bericht Kölner Stadtanzeiger 09.08.07
Schwerlastverkehr muss draußen bleiben
VON OLIVER GÖRTZ, 08.08.07,
Fühlingen - Seit Monaten kämpfen die Bürger Fühlingens gegen den starken Schwerlastverkehr in dem kleinen Ort. Nach Einführung der Maut ist die Zahl der Brummis dort drastisch gestiegen, weil viele Trucker die Autobahngebühren im wahrsten Sinn des Wortes „umfahren“ - über die Neusser Landstraße (B 9), statt etwa über die A 57. Nun brachte der mitunter lautstarke Protest weitere zählbare Erfolge. Unter anderem wird die B 9 in dem Stadtteil bald testweise komplett für Lkw gesperrt, zudem werden die Pläne für eine Umgehungsstraße mit Hochdruck vorangetrieben.
Von Oktober an wird die Neusser Landstraße in Fühlingen eine halbes Jahr lang für sämtliche Lkw über 7,5 Tonnen tabu sein. Die Laster werden dann - wenn sie schon über die Landstraße fahren wollen - über Blumenbergsweg und Mercatorstraße um den Ort geleitet. Vor und während der Durchfahrtssperre wird das Amt für Straßen und Verkehrstechnik die Zahl der Lkw auf B 9 und Blumenbergsweg mit Sensoren auf der Fahrbahn ermitteln. „Auf Grundlage dieser Zählung können wir weitere Schritte einleiten“, sagt Abteilungsleiterin Angela Stolte-Neumann. Dies wäre etwa die endgültige Sperrung des Stadtteils für Lkw und deren dauerhafte Umleitung über den Blumenbergsweg oder eben die Autobahn. Ziel sei es, jene Fahrzeuge aus Fühlingen zu verbannen, die nicht zwingend hindurch fahren müssen - also beispielsweise Lkw, die keine Unternehmen in der näheren Umgebung beliefern. „Ich vermute, viele könnten weiter auf der Autobahn fahren“, schätzt Stolte-Neumann. Denn Fühlingen sei ein Ort, wo der starke Lastwagen-Verkehr zumindest „auffällig ist.“
Planung einer Umgehungsstraße
Zudem wird die Planung einer Umgehungsstraße forciert. In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler stellt die Verwaltung drei Varianten von möglichen Streckenführungen vor. Überdies werden voraussichtlich Anfang 2008 in Fühlingen auf der B 9 drei Verkehrsinseln gebaut, die die Straßenüberquerung für Fußgänger erleichtern und den Verkehr an diesen Engstellen ausbremsen sollen. Zur gleichen Zeit werden die beiden Ampeln so geschaltet, dass sie Rot zeigen und erst auf Grün springen, wenn sich ein Auto dem Lichtsignal nähert.
„Alle diese Vorkehrungen sind berechtigt“, sagt Stolte-Neumann. Man müsse „die Balance halten“: Zwar ist die Neusser Straße eine ordnungsgemäße Bundesstraße, aber sie sei eben „auch eine Ortsdurchfahrt, an der Menschen wohnen.“ Christoph Moers von der Bürgerinitiative Fühlingen, die den Lkw-Protest organisiert, ist freilich „sehr zufrieden mit dem jetzt Erreichten.“
Lövenich hat es schon geschafft.
Sperrung der Ortsdurchfahrt Lövenich für Lkw
Bericht am 06.06.07 in der Internetzeitung report-k
Die Bürger freuen sich über die Sperrung des Ortskerns von Stadt und Interessengemeinschaft der Anwohner informieren vor Ort Lövenich, dass konnte man der kleinen Gruppe die heute der offiziellen Schildanbringung beiwohnte deutlich anmerken. Und als der erste LKW an der Dieselstrasse umdrehte spendeten die Bürger spontan Szenenapplaus. Der letzte der LKW´s der die Kölner Strasse hochdonnerte wurde denn auch eifrig fotografiert. Ein mehrsprachiges Infoblatt erklärt die Sperrung und vor allem die Ausweichrouten. Das Gewerbegebiet ist aber noch durch den Egelspfad erreichbar.
Durch die neue Umgehungsstraße in Lövenich soll die Verkehrsbelastung, die insbe-sondere durch den Lkw-Durchgangsverkehr hervorgerufen wird, deutlich verringert werden. Hinweisbeschilderungen auf die Umgehungsstraße und Verbotsschilder für Lkw für die von der Aachener Straße kommende Bahnstraße machen dies deutlich. Dennoch fahren immer noch viele Lastwagen aus dem am östlichen Ortsrand gelegenen Gewer-begebiet über die Kölner Straße in den Ortskern von Lövenich, um von dort die Autobahnen und weitere Hauptverkehrsstraßen zu erreichen.
Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik der Stadt Köln hat darum im Gewerbegebiet Verkehrsschilder aufstellen lassen, die ab sofort für Lastwagen mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht die Durchfahrt vom Gewerbegebiet in das Zentrum von Lö-venich verbieten. Die Lastwagen werden künftig auf die Routen gelenkt, die um den Ortskern von Lövenich herum führen.
Um das Gewerbegebiet zu erreichen bieten sich für Lkw-Fahrer folgende Strecken an:
Aus Norden kommend über die BAB 1, Anschlussstelle Köln-Bocklemünd, dann Ven-loer Straße, Militärringstraße, Gregor-Mendel-Ring (Umgehungsstraße), Egelspfad zum Gewerbegebiet.
Aus Süden (BAB 4) und Osten (BAB 1) kommend bis zur Anschlussstelle Köln-Bocklemünd, Venloer Straße, Militärringstraße, Gregor-Mendel-Ring, Egelspfad.
Aus Westen kommend über die BAB 4 bis zur Anschlussstelle Frechen-Nord, dann Bonnstraße, Lise-Meitner-Ring (Umgehungsstraße), Egelspfad.
Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik und die Interessengemeinschaft „Lövenich im Brennpunkt“ haben einen Handzettel mit den entsprechenden Informationen für Lkw-Fahrer zusammengestellt. Die Handzettel, die auch in englisch, niederländisch, polnisch und türkisch verfasst sind, werden von den Mitgliedern der IG Lövenich an die Betriebe im Gewerbegebiet und an Lkw-Fahrer verteilt.
Die Leiterin der Abteilung Planung im Amt für Straßen und Verkehrstechnik, Angela Stolte-Neumann, und die Sprecherin der IG Lövenich, Martina Kanis, beteiligten sich an der Verteilaktion der Handzettel.
Bericht Kölner Stadtanzeiger vom 21.03.2007 VON OL
Verkehrslärm soll ein Ende haben
VON OLIVER GÖRTZ, 21.03.07,
Bis die Straße angelegt ist, wird eine Reihe kleiner Eingriffe den starken Lkw-Verkehr in Fühlingen ausbremsen.
Chorweiler / Fühlingen - Die verkehrsgeplagten Anwohner der Neusser Straße in Fühlingen können möglicherweise schon in wenigen Jahren aufatmen. „Mit der Realisierung der Umgehungsstraße rechnen wir in den nächsten fünf Jahren. Ich hoffe aber, es geht schneller“, sagte Klaus Harzendorf, Leiter des Amts für Straßen und Verkehrstechnik, bei der Sitzung der Bezirksvertretung. Seit Einführung der Lkw-Maut hat der Schwerlastverkehr in dem Stadtteil stark zugenommen. Eine eigens für die Umgehungsstraße gegründete Bürgerinitiative machte zuletzt mit Aktionen auf den Missstand aufmerksam; der örtliche Bürgerverein und Lokalpolitiker fordern die Umfahrt bereits seit Jahren.
Ein solch großes Projekt wie die Ortsumgehung „kann Köln nur mit Unterstützung bauen“, erklärte Harzendorf weiter. Deshalb werde bei der Bezirksregierung ein Antrag auf Übernahme von 75 Prozent der bislang noch nicht bezifferten Kosten gestellt. „Köln zahlt dann die restlichen 25 Prozent, das wäre kein Problem“, so der Amtsleiter. Zurzeit würden auch mögliche Streckenführungen geprüft. Denn eine bereits vor rund 15 Jahren beschlossene Version der Umgehungsstraße musste zum Teil verworfen werden, da sie mit Bauarbeiten im Rahmen des Hochwasserschutzkonzepts kollidierte. „Wir werden die am schnellsten umsetzbare Variante wählen“, versicherte Harzendorf.
Bezirksvorsteher Hans Heinrich Lierenfeld mahnte, „offene Fragen schnell zu klären und bei der Bezirksregierung Druck zu machen.“ Sollten der Stadt bei den Verhandlungen mit der Behörde die Argumente ausgehen, bietet Lierenfeld den Mitarbeitern der Bezirksregierung an, „eine Nacht in Fühlingen zu verbringen“, um sich vor Ort von der Dringlichkeit der Umgehungsstraße zu überzeugen.
Bis die Ortsumfahrt gebaut ist, sollen kleine Eingriffe den starken Verkehr in Fühlingen ausbremsen. Mit einem einstimmig verabschiedeten interfraktionellen Dringlichkeitsantrag beschlossen die Stadtteilparlamentarier die Installation von „Starenkästen“ in beide Fahrtrichtungen sowie Mittelinseln oder Zebrastreifen auf der Neusser Straße. Amtsleiter Harzendorf sagte zu, geeignete Stellen für die Übergänge prüfen zu lassen. In den nächsten Wochen sollen am Ortseingang Empfehlungsschilder aufgestellt werden, die den Lkw-Lenkern rät, nicht durch den Stadtteil, sondern über Blumenbergsweg und Mercatorstraße zu fahren. Hierzu beschloss die Bezirksvertretung, es solle sichergestellt werden, dass die Umleitungsempfehlung so gewählt werden müsse, dass kein anderer Stadtteil belastet werde. Darüber hinaus hatte die Verwaltung schon vor einigen Tagen angekündigt, dass in vier bis sechs Wochen Gefahrengut-Transporte nicht mehr durch den Ort fahren dürfen.
„Die derzeitige Verkehrssituation in Fühlingen ist absolut unbefriedigend“, sagte Harzendorf. Zählungen der Stadt hätten ergeben, dass „der Schwerverkehr seit Einführung der Maut deutlich zugenommen hat.“
Die „Bürgerinitiative Anliegerstra ße für Fühlingen“ lädt zur Demonstration (mit Kindern) am Freitag, 23. März ein. Damit soll auf die starke Feinstaub-Verschmutzung in Fühlingen hingewiesen werden. Aufstellung ist an der Kirche St. Marien ist um 15.30 Uhr, um 16 Uhr beginnt der Umzug. Die Abschlusskundgebung mit Kinderfest ist für etwa 17 Uhr auf dem Vorplatz des Gasthauses Fühlingen geplant.
Gefahrgut-Transporte sind bald tabu
Bericht Kölner Stadtanzeiger vom 15.03.2007 VON OLIVER GÖRTZ
Bei Stau auf der A 57 wird , der Verkehr nicht mehr durch den Ort geleitet.
Fühlingen - Der Gasthof Fühlingen war übervoll, Bürger standen in den Fluren des Restaurants, weil sie im Saal keinen Platz mehr fanden;
Die "Bürgerinitiative Umgehungsstraße Fühlingen" hatte zur Versammlung geladen, und mehr als 200 Menschen folgten dem Ruf. Den Kampf gegen das hohe Lkw-Aufkommen und den starken Durchgangsverkehr in dem kleinen Stadtteil auf der Neußer Straße (B 9) hat sich die vor wenigen Monaten gegründete Initiative auf die Fahnen geschrieben.
Neues Tempolimit
Während der Versammlung - bei der mitunter emotional aufgeladen diskutiert wurde - konnten die Aktivisten erste Erfolge vermelden. In vier bis sechs Wochen wird die Durchfahrt des Orts für Gefahrengut-Transporter verboten. Darauf hat sich die Stadt mit der Bezirksregierung und dem Landesbetrieb Straßenbau verständigt, wie auch Angela Stolte-Neumann vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik bestätigte. Ebenfalls in vier bis sechs Wochen wird die "Bedarfsumleitung", als die B 9 ausgewiesen ist, aufgehoben. Zurzeit wird der Verkehr bei Stau auf der Autobahn A 57 über die Neußer Straße geführt. Künftig sollen die Autos im Fall einer Blockade über die rechtsrheinische A 59 fahren. Auch ist die Höchstgeschwindigkeit auf der Neußer Straße in Fühlingen auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt worden.
Das eigentliche Ziel der Bürger ist aber der Bau einer Umgehungsstraße. "Wir sind gerade in der Vorplanung", erklärte Stolte-Neumann. Nach den Osterferien sollen die Entwürfe der Ortsumfahrt erstmals in Verkehrsausschuss und Rat vorgestellt werden. Danach müssten freilichweitere Fragen geklärt werden, etwa die der Finanzierung. Deshalb könne sie zum genauen Zeitpunkt der Umsetzung keine Angaben machen. "Wir halten die Umgehungsstraße fiir sehr sinnvoll. Es geht hier um den Schutz der Bürger vor Lärm- und Feinstaubbelastung", sagte Stolte-Neumann. Die bereits erfolgte Verkehrszählung, in der Anzahl und Art der durchfahrenden Lkw und Autos festgestellt wurden, werden nach den Osterferien fortgesetzt.
Die nun erlangten Verbesserungen in Fühlingen, wie etwa das Gefahrengut-Verbot, seien "nur die ersten Schritte", so die Verkehrstechnikerin. Das sieht Christoph Moors, Mitinitiator der Bürgerinitiative genauso. "Wir sind mit dem Erreichten zwar zufrieden. Aber nur die Umgehungsstraße kann die Lösung sein", sagte er. Dafiir kämpfen jetzt Bürgerinitiative und Bürgerverein gemeinsam, wie Moors erklärte: "Wir haben den Schulterschluss vollzogen. Dadurch haben wir auch die Vereine im Ort auf unsere Seite"
Bericht Kölner Stadtanzeiger vom 01.02.07
Lastwagen sollen draußen bleiben
VON OLIVER GÖRTZ, 31.01.07,
Fühlingen - In Fühlingen bebt die Erde 810 Mal am Tag. Das hat der örtliche Bürgerverein gezählt. So viele Lkw rollen in 24 Stunden durchschnittlich über die Neusser Landstraße (B 9) durch den Stadtteil und lassen dort die Häuser erzittern. Nun hat auch die Verwaltung erkannt, dass auf der B 9 „nach Einführung der Lkw-Maut auf den Bundesautobahnen ein hoher Lkw-Anteil festgestellt“ werden kann, wie es in einer Mitteilung an die Bezirksvertretung Chorweiler steht. Die „daraus resultierenden Belastungen“ seien für das kleine Veedel „zu hoch“.
Verein macht Druck
Eine Verkehrszählung der Verwaltung hat „einen signifikanten Anstieg“ des Lkw-Verkehrs nach Einführung der Maut im Jahr 2005 ergeben, erklärt Hartmut Sorich von Amt für Straße und Verkehrstechnik. Um die tonnenschweren Kolosse aus dem Ort herauszuhalten, möchte die Stadt nun einen Teil der Neusser Landstraße für den Lkw-Durchgangsverkehr sperren. Jedoch ist die B 9 zurzeit noch als „Bedarfsumleitung“ für die Autobahn 57 ausgewiesen, sollte diese einmal blockiert sein. Dies muss zunächst aufgehoben werden. Dann böte sich als alternative Bedarfsumleitung die rechtsrheinische A 59 an. Sollte das bis zum kommenden Sommer nicht umsetzbar sein, soll eine solche Umleitung über den Blumenbergsweg und die Mercatorstraße erfolgen. Letztere Möglichkeit sei zwar „keine ideale Führung“. Aber zumindest könne so der Durchgangsverkehr kurzfristig aus Fühlingen verbannt werden.
Unterdessen hat die Stadt zudem bestätigt, dass ein lange gehegter Wunsch der Bürger wieder verfolgt wird: „Die Verwaltung hat die Planung für die Umgehungsstraße Fühlingen aufgenommen.“ Die Ortsumfahrt soll von der Merianstraße aus östlich an Fühlingen vorbei über den Mennweg führen und dann wieder auf die Neusser Landstraße stoßen. „Voraussichtlich im Frühjahr“ sollen erste Beratungen in den politischen Gremien vorgelegt werden.
„Nur die Umgehungsstraße kann eine Lösung sein“, sagt Adalbert Fischer, Vorsitzender des örtlichen Bürgervereins. Mit dieser Forderung hat er auch die Fraktionen der Bezirksvertretung auf seiner Seite. Den Verkehr über Blumenbergsweg und Mercatorstraße umzuleiten, hält Fischer für unmöglich: „Der Blumenbergsweg ist zu eng für Lkw. Das kann allenfalls eine Notlösung sein.“ Der Bürgerverein wolle weiterhin „politischen Druck machen“ und in Landtag, Stadtrat und Bezirksvertretung für die - von den Anwohnern seit zwölf Jahren geforderte - Umgehung werben.
Politischer Druck ist für die rund 70 Mitglieder der neu gegründeten „Bürgerinitiative Umgehungsstraße Fühlingen“ nicht genug. „Wir tun für die Umgehungsstraße alles, was legal ist“, so Initiator Christoph Moers. Künftig sollen Plakate gedruckt oder Demonstrationen organisiert werden. Flugblätter hat die Initiative schon herstellen lassen - und bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung verteilt. „Fühlingen braucht Sie!“, ist auf einem Foto zu lesen, das ein Verkehrsschild zeigt: Lkw verboten.
Geplante Ausweichstrecke für LKW
Damit LKW nicht mehr über die Neusser Landstrasse durch Fühlingen fahren (gestrichelte Linie)sollen sie über Blumenbergsweg und Mercatorstraße(blaue Pfeile) geführt werden.
Schachstandsbericht Hauptverkehrsstrassen BV6
Dieser Bericht wurde auf Anfrage im Juni 2006 der Bezirksvertretung Chorweiler vorgestellt.
13.07.2006
Kölnische Rundschau Pressespiegel
Sachstandsbericht für Hauptverkehrsstraßen im Stadtbezirk Chorweiler
Von Stefan Rahmann
Chorweiler. Mit einem großen Wurf wartete Georg Tkotz vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler auf. Tkotz hat auf Anfrage des FDP-Bezirksvertreters Michael Birkholz den baulichen und baurechtlichen Sachstand für alle Hauptverkehrsstraßen in Chorweiler zusammengefasst, auf denen Änderungen geplant sind. Was dabei herauskam, überraschte in der Menge dann doch die Mitglieder der Bezirksvertretung.
Das Gesamtverkehrskonzept Köln sieht den Aus- und Neubau folgender Abschnitte vor: Ausbau der A 1 von vier auf sechs Fahrspuren, Umbau der Anschlussstelle Chorweiler an der A 57, Neubau der Umgehungsstraßen Roggendorf, Fühlingen, Esch und Weiler, die Verlängerung der Mercatorstraße mit Anbindung an den Blumenbergweg und den Ausbau des Blumenbergwegs und dessen Verlängerung bis zur Anschlussstelle Roggendorf an die A 57. Für den Ausbau der Anschlussstelle Chorweiler liegt das Einverständnis des Bundesverkehrsministeriums bereits vor. Er soll zeitgleich erfolgen mit dem Ausbau der A 57 auf sechs Fahrspuren.
Wann das geschehen wird, ist zurzeit allerdings noch nicht genau absehbar. Für die Ausweitung der A 1 auf sechs Spuren zwischen den Kreuzen Köln-Nord und Köln-West liegt dagegen ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss vor. Die Arbeiten beginnen im nächsten Jahr. Der Bau der Umgehungsstraße Roggendorf ist derzeit bereits in vollem Gange. Die ersten Autos sollen noch in diesem Jahr dort fahren.
Problematisch ist allerdings noch die Umgehungsstraße Fühlingen. Baurecht gibt es für den Abschnitt von der Merianstraße bis zum Mennweg. Dann sollte nach den ursprünglichen Plänen die Trasse zurück zur Neusser Landstraße geführt werden, was jedoch nach derzeitigem Stand der Hochwasserschutzplanung nicht möglich scheint. Zurzeit liegen die amtlichen Bemühungen um die Umgehungsstraße auf Eis. Die Mercatorstraße ist bis zum Blumenbergweg verlängert, dessen Anbindung an die Anschlussstelle Roggendorf jedoch in weiter Ferne liegt. Das Land, zuständig für den Weg, rechnet mit dem Bau nicht vor 2015. Umgehungsstraßen für Esch und Weiler wird es nach derzeitigem Stand wohl nicht geben. Eine Umweltverträglichkeitsstudie für Weiler hat ergeben, dass die Straße im Wasserschutzgebiet läge.
Weitere Pläne verfolgt die Verwaltung zurzeit nicht. Seit dem Jahr 1992 existiert zwar ein Vorentwurf für die Umgehungsstraße Esch, den lehnte die Bezirksvertretung damals allerdings ab. Seitdem hat sich nichts getan.
Gesamtverkehrskonzept Kölner Norden aus 1989
Eine Planung aus dem letzten Jahrtausend!
Was ist bis heute umgesetzt worden?
Kölner Stadt-Anzeiger vom 10. August 1989; Autor: Susanne Küppers, Zeichnung: Butschan
Stadt legt ein Gesamtverkehrskonzept vor - Verwaltung erläutert die Auswirkungen für den Kölner Norden
Die Stadtverwaltung hat den politischen Gremien nun einen Verkehrsplan zur Diskussion vorgelegt, der die Entwicklungstrends der Kölner Verkehrsverhältnisse bis ins nächste Jahrtausend berücksichtigt: das sogenannte Gesamtverkehrskonzept (GVK).
Alle Verkehrsnetze - also Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr sowie der öffentliche Personen-Nahverkehr und der überregionale Verkehr - erscheinen in dieser Obersicht erstmals zusammengefasst als Gesamtverkehrsnetz. Verhindert werden sollen so zum Beispiel nur kurzfristig wirksame Investitionen wie etwa der übereilte Bau von Straßen, die nach einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, den Fachleute nach dem Jahre 2010 prognostizieren, unnötig würden. Wie die so genannten Fachleute sich damals geirrt haben
Weiteres Ziel des umfangreichen Planwerkes soll die Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber dem Auto sein. So plädieren die Stadtplaner unter anderem für die Verlängerung von Bahnlinien in den Vororten.
Einzig das Busnetz ist bisher noch nicht in den Gesamtverkehrsplan eingearbeitet worden. Die Verwaltung erläuterte auch in der Bezirksvertretung Chorweiler die derzeitige Verkehrssituation und die Prognosen und Planungen für die nächsten Jahrzehnte im Kölner Norden.
"Man kann für den Stadtbezirk Chorweiler nicht von einem ausgeglichenen Angebot für alle Verkehrsarten sprechen. Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel sind, außer in der Nähe der S-Bahn-Stationen, wegen der langen Wege zu benachbarten Stadtbezirken, zur Innenstadt und zu den Nachbarstädten, gegenüber Autofahrern eindeutig im Nachteil", heißt es in der Situationsbeschreibung im neuen Verkehrsplan.
Die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel von der Innenstadt in einige Vororte seien zum Teil sogar ungünstiger als etwa Verbindungen zwischen Köln und den Innenstädten von Bonn, Aachen, Düsseldorf oder Duisburg, lautet eine Kritik an den derzeitigen Verhältnissen.
Dies führe zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil des Autoverkehrs in diesen Stadtteilen, heißt es in der Beschreibung der Chorweiler Verkehrsverhältnisse. Unter anderem sei eine bessere Abstimmung der Fahrpläne aller öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich.
Für den überbezirklichen Verkehr stellen die Experten folgende Pläne vor:
Die ehemals geplante Autobahn 542 zwischen der A 57 und der A 59 mit einer Rheinbrücke östlich von Worringen ist im Gesamtverkehrskonzept aufgegeben worden. Hierfür bestehe keine dringende Notwendigkeit mehr, heißt es.
Weitergebaut werden soll dagegen die Industriestraße (zwei verschiedene Trassenführungen stehen hier zur Diskussion) bis nördlich von Fühlingen, um dort mit der B 9 (Neusser Landstraße) und dem Blumenbergsweg verknüpft werden zu können. Bis heute Fehlanzeige
So entstehen überörtliche Straßenverbindungen zu den Autobahnabfahrten Worringen und Niehl. Die noch zu verlängernde Mercatorstraße soll ebenfalls an den Blumenbergsweg angeschlossen werden.
An die Mercatorstraße wird auch die vorgesehene Nordumgehung Volkhoven/Weiler, die in die geplante Escher Umgehungsstraße münden soll, angebunden. Auch eine Auffahrts- und Abfahrtsmöglichkeit von der A 57 in Höhe der Abfahrt Chorweiler in Richtung Neuss oder von dort kommend ist im Plan gekennzeichnet.
Bei den überbezirklichen Radwegverbindungen sprechen sich die Planer für eine Weiterentwicklung der Nord-Süd-Route von Nippes nach Dormagen und der Ost-West-Route von Langel nach Pulheim aus.
Die Entwicklung im Kernbereich von Chorweiler (Blumenberg, Chorweiler, Fühlingen, Lindweiler, Volkhoven/Weiler, Seeberg):
Verbessert werden muß hier nach Ansicht der Fachleute besonders die Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen des Stadtbezirks mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch zu Fuß. Dazu gehört der Umbau großflächiger und für Fußgänger gefährlicher Straßenkreuzungen.
Die beiden Knotenpunkte Willi-Suth-Allee und Athener Ring/Herstattallee könnten beispielsweise durch bauliche Umgestaltungen zusammengefasst werden. Eine Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Neusser Landstraße in Fühlingen wird nach der Verlängerung der Industriestraße als Umgehungsstraße Fühlingen angestrebt. Bis heute Fehlanzeige.
Die Planungen für Merkenich, Rheinkassel, Langel und das Gewerbegebiet Feldkassel:
Die "Entwidmung" (Entfernung) der Alten Römerstraße zwischen Langel und Worringen nach der Fertigstellung der Fühlinger Umgehungsstraße und die Verlängerung der KVB-Linie 12 bis nach Langel und zum dortigen Gewerbegebiet sind die beiden zentralen Ideen im GVK.
Der Verkehr in den Stadtteilen Esch, Auweiler und Pesch:
Besonders störend ist hier der hohe Durchgangsverkehr nach Sinnersdorf und Pulheim. Der GVK führt hier lediglich die bereits vorhandenen Pläne zur Verkehrsberuhigung der 1975 eingemeindeten Stadtteile sowie die Planentwürfe für die Umgehungstrage Esch auf.
Das Konzept für Roggendorf/Thenhoven und Worringen:
Zwei Straßen in der Nähe des Wasserschutzgebietes in Weiler sollen langfristig für den Autoverkehr aufgegeben werden. Nach der Anbindung der Mercatorstraße an den Blumenbergsweg soll der Dresenhofweg, der von Weiler nach Worringen führt, nur noch für Radfahrer zu benutzen sein. Vom Blumenbergsweg können Autofahrer dann in die Bruchstraße Richtung Worringer S-Bahnhof einbiegen.
Für den Kfz-Verkehr gesperrt werden soll die Verbindung zwischen Roggendorf/Thenhoven und Esch. Autofahrer sollen in Zukunft, wenn in Höhe der Autobahnabfahrt Chorweiler auch eine Auffahrt in Richtung Neuss und eine Abfahrt für Autofahrer aus Neuss geschaffen worden ist, die Autobahn 57 benutzen, um von Esch nach Roggendorf/ Thenhoven oder umgekehrt zu gelangen. Außerdem ist die seit Jahren geplante Nordumgehung Roggendorf/Thenhoven, die den von Worringen kommenden Verkehr in Richtung Westen aufnehmen soll, im GVK eingezeichnet.
In Worringen kann der Ost-West-Verkehr allerdings nur über die St.-Tönnis-Straße mitten durch den Ort geführt werden. Die Stadtplaner plädieren daher für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der gesamten Ortschaft. An den S-Bahnhöfen Worringen, Blumenberg und Chorweiler sollen weitere "Park and Ride"-Plätze angelegt werden. Auf Kritik in der Bezirksvertretung Chorweiler stießen die langfristigen Pläne zur Sperrung der Straßenverbindung Esch-Roggendorf für Autofahrer. Der Umweg über die Autobahn könne den Bürgern nicht zugemutet werden, hieß es.
Die Grünen bemängelten besonders das Fehlen eines Buskonzepts. Ohne die Prognosen für den Busverkehr in den nächsten Jahren könne man nicht über ein Verkehrskonzept abstimmen. Auch die Unterstützung des GVK für den Bau zahlreicher Umgehungsstraßen stieß bei den Grünen auf Ablehnung.
Ihr Votum für oder gegen das Gesamtverkehrskonzept will die Bezirksvertretung in ihrer ersten Sitzung nach den Ferien abgeben. Die Sommerpause wollten die Fraktionen noch zur Beratung nutzen.









