Ksta. vom 26.05.2010

Bild Ksta. Nach der Fertigstellung des Rewe-Fischlagers sollte planmäßig 2012 mit dem Bau der Ortsumgehung Fühlingen begonnen werden.

Römer blockieren Straßenbau
Von Petra Wischgoll, 26.05.10,

Der Bau einer Trasse um Fühlingen könnte ins Stocke geraten. Schuld daran sind die Römer, die dort vor 2000 Jahren Ziegeleien betrieben. Um das historische Areal nicht zu beschädigen, soll die Straße erhöht gebaut werden.

FÜHLINGEN - Ein altes römisches Gewerbegebiet im Kölner Norden könnte dafür sorgen, dass die geplante Ortsumgehung Fühlingen streckenweise erhöht gebaut wird. Wie hoch die Kosten dafür sind, ist ungewiss. „Es kommt darauf an, wie viele Zentimeter die Straße angehoben werden muss“, sagt Angela Stolte-Neumann vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Derzeit prüfe die Stadt alle Vorgänge.
Bis zu 80 Zentimeter könnte die Trasse dort, wo es erforderlich ist, erhöht werden. „Wir wollen in der Straße keine Wellenbewegungen“, erklärt Stolte-Neumann. „Wir machen das, was notwendig ist.“ Ob es dadurch zu Bauverzögerungen kommt, ist ebenfalls unklar. „Wenn, dann nur für eine sehr kurze Zeit“, sagt Stolte-Neumann.
Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass sich zwischen Fühlingen, Worringen und den Rheindörfern ein ehemaliges Industriegebiet aus der Römerzeit befindet. Entstanden zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert nach Christus, betrieben dort das römische Militär und Privatleute große Ziegeleien. Da der Boden über einen hohen Lehm- und Tongehalt verfügt, wurde dort Ton abgebaut, zu Ziegeln geformt und gebrannt. „Die Öfen waren tief in den Boden eingegraben und so groß wie eine Garage“, erklärt Bodendenkmalpfleger Marcus Trier vom Römisch-Germanischen Museum.
Bei Routineuntersuchungen im Rahmen der geplanten Bebauung des Rewe-Frischelagers und der Ortsumgehung stieß der Kampfmittelräumdienst östlich von Fühlingen auf einen der unterirdischen Brennöfen.
Die als Verlängerung der Industriestraße bis zum Mennweg geplante Trasse führt mitten durch das historische Areal - und stellt das Amt für Bodendenkmalpflege nun vor viele Probleme. Denn wenn die seit langem ersehnte Umgehungsstraße wie bislang geplant gebaut wird, zerstört sie das Bodendenkmal. Gräbt man die Ziegeleien aus und dokumentiert sie, wird die antike Anlage ebenfalls zerstört. Auch der Zeitplan würde durcheinander kommen. „Ausgrabungen kosten immer Zeit, und es kommt durch sie zu Bauverzögerungen“, sagt Trier. „Das Bodendenkmal muss ja nicht sichtbar sein. Wir wollen es erhalten und auch die Trasse bauen.“
Deshalb schlugen die Bodendenkmalpfleger vor, den Boden an der Stelle, wo die Ortsumgehung direkt auf das Denkmal stößt, einfach aufzuschütten und die Umgehungsstraße über die dadurch entsehende Erhöhung zu führen. Damit würde es nicht zerstört werden, sondern in der Erde erhalten bleiben und sicher vor Zerstörung sein. „In dieser Sache sind wir uns mit allen zuständigen Ämtern einig“, sagt Trier. „So, wie es angedacht ist, ist das ist eine sehr gute Lösung.“

Mitteilung der BAFF vom09.03.10



Offener Brief an das Amt für Straßen und Verkehrstechnik

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits im Herbst 2007 hat der Verkehrsausschuss der Stadt Köln die Genehmigung erteilt, die beiden Signalanlagen auf der Neusser Landstraße im Ortsbereich Fühlingen auf eine so genannte Allrot-Schaltung umzurüsten.

Leider ist bis heute die Realisierung dieser für Fühlingen so wichtigen Maßnahme zur Verkehrsberuhigung nicht erfolgt. Weiterhin können also Autos und Motorräder ungehindert und ungestraft (Geschwindigkeitskontrollen finden seit längerer Zeit so gut wie nicht mehr statt!) durch die Ortslage Fühlingen rasen.
Auf eine entsprechende Nachfrage der BAFF, wann wir denn nun endlich mit der Allrot-Schaltung rechnen können, hat Herr Harzendorf im September letzten Jahres erklärt, die Ausschreibung für diese Maßnahme würde im Herbst 2009 erfolgen, so dass dann mit der Baumaßnahme zum Jahresanfang 2010 begonnen werden könnte. Jetzt ist schon März!

Etliche Beinaheunfälle hat es in jüngster Vergangenheit schon gegeben. Zum Glück ist bisher noch nichts Ernstes geschehen. Doch bevor es soweit kommt, fordern wir die Stadtverwaltung hiermit auf, 2 ½ Jahre nach Genehmigung durch den Verkehrsausschuss jetzt unverzüglich die Realisierung dieser Verkehrsberuhigungsmaßnahme vorzunehmen.

Wir wissen sehr wohl, dass es im Stadtgebiet sicherlich noch andere, gleichwertig gelagerte Probleme gibt. Allerdings finden wir, dass unsere Geduld nach 30 Monaten und mehreren Vertröstungen nun allmählich überstrapaziert worden ist.
Wir hoffen sehr, dass wir die Verkehrsberuhigung durch geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen nicht wieder selbst in die Hand nehmen müssen!

Mit freundlichen Grüßen

G. Hilger
(für die BAFF)


Für die Leser dieses Blogs, die den Begriff „Allrot-Schaltung“ bisher noch nicht kennen, hier eine kurze Erläuterung:

„Allrot-Schaltung“ bedeutet, die Ampeln sind grundsätzlich für den motorisierten Verkehr grün geschaltet, solange die an die Signalanlagen heranfahrenden Fahrzeuge sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. Nähert sich jedoch ein Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit, schalten die Ampeln automatisch auf rot.

Hierdurch soll erreicht werden, dass sich die regelmäßig (Pendler) oder zumindest häufiger durch Fühlingen fahrenden Verkehrsteilnehmer an das vorgeschriebene Tempo halten. Dies ist leider - vor allem in den frühen Morgen- und in den Abend- und Nachtstunden - sehr häufig nicht der Fall. In diesen verkehrsärmeren Zeiten wird die Neusser Landstraße stattdessen von vielen motorisierten Verkehrsteilnehmern als „Rennstrecke“ genutzt. Weit überhöhte Geschwindigkeiten sind leider keine Seltenheit. Die vorgeschriebenen 30 km/h fährt dann erst recht niemand.

Mitteilung der BAFF vom 04.12.08

Jetzt scheint es ernst zu werden

denn die Warnbarken zum Umbau der Neusser Landstr. stehen nun auch vor der Bäckerei.
BAFF sei Dank, der vorletzte Punkt der Liste ist in Arbeit. Und dann geht es zum Grande Finale. Nach dem, was man so alles liest, scheint die Umgehungsstraße in greifbarer Nähe zu sein. Danke an alle die uns (und damit sich selbst) in den letzten Monaten und Jahren unterstützt haben. Inzwischen wissen wir: Man muss nicht nur den Schlag mit der großen Schüppe beherrschen, auch mit dem Feinmechanikerwerkzeug lässt sich vortrefflich arbeiten.
Bis zum nächsten Mal
Euer BAFF-Team

Quelle BAFF

Mitteilung der BAFF vom 16.11.08

Endlich Baubeginn !

Stadt Köln sagt den Beginn der Baumaßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Fühlingen für Anfang Dezember zu.


Nachdem wir immer wieder vertröstet wurden ("Frühjahr 2008", "nach den Sommerferien", "Herbst 2008"), sollen nun nach Auskunft von Herrn Georg Tkotz vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik der Stadt Köln die Baumaßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung auf der Neusser Landstraße in Fühlingen beginnen.

Zur Erinnerung: Beschlossen wurde der Bau von 3 Überquerungshilfen (Mittelinseln), jeweils eine in den Ortseingangsbereichen und eine in Höhe des Grasweges, sowie eine Fahrbahnverengung einschließlich Pollern in Höhe der Bäckerei.

Die ausführende Firma ist laut Herrn Tkotz inzwischen mit der Durchführung beauftragt und hat angegeben, Anfang Dezember mit den ersten Bautätigkeiten (wie Setzen neuer Bordsteine, Gehwegausschwenkungen etc.) zu beginnen.
Herr Tkotz wies allerdings auch darauf hin, dass für das Auftragen der (in diesen Bereichen notwendigen) neuen Fahrbahndecke und die Errichtung der Mittelinseln im zweiten Schritt ein längere Zeit trockener Witterungsabschnitt notwendig sei. Hier müsse also angesichts der Jahreszeit mit Verzögerungen gerechnet werden.
Wenn man erst zu Beginn des Winters anfängt zu bauen, ist so etwas allerdings nicht besonders überraschend! (Anm. des Autors)

Nichtsdestotrotz freuen wir uns darauf, dass über ein Jahr nach dem entsprechenden Beschluss des Verkehrsausschusses der Stadt Köln nun endlich mit den Baumaßnahmen zumindest schon einmal begonnen wird, und hoffen, dass die Bautätigkeiten dann auch zügig voranschreiten und möglichst bald beendet werden (können).

Quelle BAFF

Ksta. vom 07.08.2008

Und plötzlich wird es ganz eng

Blumenbergsweg soll für 80 000 Euro ausgebaut werden

Einen zusätzlichen Fahrradweg wird es auf der stark frequentierten Straße jedoch nicht geben.
VON OLIVER GÖRTZ

Blumenberg/Fühlingen - Der Blumenbergsweg (L 43) wird ausgebaut und um einen Meter verbreitert. Damit soll dem stetig wachsenden Lkw-Verkehr auf der Straße Rechnung getragen werden. Die Kosten hierfür trägt die Stadt. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW (LSN) wird den Ausbau durchführen. Einen Fahrradweg, den die Bezirksvertretung Chorweiler schon mehrfach gefordert hat, wird es jedoch nicht geben.
Seit die Neusser Landstraße (B 9) in Fühlingen für den Schwerlastverkehr gesperrt ist, nutzen immer mehr Lkw den Blumenbergsweg. Lastwagen, die von Norden die B 9 Richtung Zentrum befahren, werden mit Schildern über den Blumenbergsweg um Fühlingen herumgeführt. Der ist jedoch so schmal, dass Autofahrer oft gezwungen sind, auf den unbefestigten Straßenrand - so genannte Banketten - auszuweichen, wenn sich zwei Fahrzeuge entgegen kommen. Die Banketten werden dadurch stark beschädigt und müssen regelmäßig erneuert werden. Dies hat der Landesbetrieb Straßenbau vor kurzem getan. Wenn zusätzlich Radler auf der Strecke verkehren, wird es noch enger.
Auf rund 80 000 Euro schätzt Jürgen Hermanns, stellvertretender Leiter der LSN-Außenstelle Rhein/ Berg, die Ausbaukosten. "Wir haben bereits mit der Stadt Köln gesprochen, dass sie die Kosten übernimmt", erklärt er. Denn die L 43 fällt zwar in die Zuständigkeit des Landesbetriebs. Jedoch ist die von der Stadt verhängte Durchfahrtssperre für Lkw auf der B 9 in Fühlingen Grund für die starke Zunahme des Schwerlastverkehrs auf dem Blumenbergsweg. Die Kölner Verwaltung sieht dies ein. "Wir bereiten derzeit eine Ratsvorlage vor, mit der die Kosten bereitgestellt werden sollen", sagt Peter Lemke vom Stadtplanungsamt. Bis mit dem Ausbau begonnen werden kann, vergehe "mindestens noch ein halbes Jahr".
Den Bau einer Radspur am Blumenbergsweg hält die Stadt zwar "für dringend geboten", hieß es bei der jüngsten Sitzung bei der Bezirksvertretung Chorweiler. Jedoch steht der Radweg ganz unten auf der Prioritätenliste des Landesbetriebs, erklärt Hermanns. Deshalb sucht die Stadt Köln nach alternativen Lösungen, um Fahrradfahrern den Weg über den Blumenbergsweg und damit die gefährliche Nähe zum Autoverkehr zu ersparen. "Wir werden prüfen, ob man parallel laufende Feldwege entsprechend befestigen kann", sagt Lemke.

Blumenbergsweg

Blumenbergsweg Bild Ksta. Görtz

Anfrage der BV Fraktion Die Grünen am 07.04.08



Fühlingen: LKW-Umleitungsverkehr Blumenbergsweg

Bericht dazu im Kölner Stadt-Anzeiger:

15. 03. 2008
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am 07. April 2008
Hier: Anfrage zur Verkehrssicherheit auf dem Blumenbergsweg (L43)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
seit Beginn des LKW-Durchfahrtsverbot in Fühlingen hat sich der LKW-Verkehr auf der empfohlenen Umleitungsstrecke erhöht. Der Abschnitt des Blumenbergsweges zwischen der Mercatorstraße und der Neußer Landstraße wird seither besonders beansprucht.
Die Breite der Straße ist nicht für den LKW-Verkehr ausgerichtet, was dazu führt, dass die Seitenbankette der Straße durch LKW tiefgründig beschädigt worden sind. Teilweise gibt es Furchen von mehreren Dezimetern auf den Seiten- banketten.
Die Verkehrssicherheit ist hier bei Gegenverkehr - besonders auch für FahrradfahrerInnen wegen des fehlenden Radweges - nicht mehr gegeben.
Wir fragen daher die Verwaltung:
Welche Maßnahmen gedenkt die Verwaltung zu ergreifen, um hier die Verkehrssicherheit wieder herzustellen?
(C. Wittsack-Junge) (B.Hanfland)

Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2007

Stadtwappen

Hier sind Vorschläge von und Kommentare zum Bürgerhaushalt der Stadt Köln. Stadt Köln Bürgerhaushalt


Ortsumgehung Fühlingen

Guten Tag,

ich bin gegen die geplante Ortsumgehung für den Stadtteil Fühlingen. Sie kostet viel Geld, das an anderer Stelle besser eingesetzt werden könnte. Außerdem zerschneidet sie den "Grüngürtel" zwischen Langel und Fühlingen, wodurch man dann als Langeler nur über die Schnellstraße zum Fühlinger See käme. Die Lärmbelästigung würde nur verlagert auf die Anwohner am östlichen Rand von Fühlingen und auf Langel bei entsprechendem Wind. Günstiger und einfacher ist, das temporäre LKW-Verbot dauerhaft zu erhalten und eventuell die Durchfahrt verkehrsberuhigt zu gestalten...
8.11.2007 | 11:37

Richtiger Ansatz!

Was brächte uns die x-te Ortsumgehung? Nur noch mehr Verkehr, der lediglich verlagert würde. Und irgendwann würde auch diese Umgehung das Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen können. Und dann? Noch mehr Straßen? Das führt uns nicht weiter. Besser die Anzahl der Autos und LKW verringern bzw. deren Gebrauch mit entsprechenden Gebühren und Steuern entsprechend der tatsächlichen Umweltbelastung verteuern.

| 19.11.2007 | 07:46

Stimme zu, es gibt Alternativen

Man kann sich die teure Ortsumgehung von Fühlingen sparen, wenn die vorhandene Mercatorstrasse und der Blumenbergsweg ausgebaut werden. Die Kosten dürften weit niedriger liegen als eine neue Strasse. Dort gibt es einen Lärmschutzwall und man braucht intakte Grünflächen nicht zerstören. Die LKW sind schon größtenteils auf die Autobahnen zurückgekehrt und der PKW Verkehr kann diese Route bestens nutzen Dies würde auch nicht die Bewohner der Siedlung "Mennweg" von Fühlingen trennen.

Weitere Verkehrs - Themen

Stadtwappen





Sperrung der Neusser Landstrasse (B 9) zwischen Fühlingen und Worringen sowie zwischen Dormagen und Worringen für LKW

Der SPD-Ortsverein Worringen schlägt vor, die Neusser Landstrasse (B 9) zwischen dem Blumenbergsweg aus Richtung Fühlingen sowie aus Richtung Dormagen für den Schwerlastverkehr zu sperren und diesen Abschnitt zusätzlich mautpflichtig zu machen.




Kreisverkehr Ecke Neußer Landstraße und Mennweg

"Ich befürworte den Bau eines Kreisverkehrs auf der Neußer Landstraße hinter Fühlingen an der Kreuzung nach Langel bzw. entgegengesetzt, Blumenberg. Hier kommt es regelmäßig zu langen Staus.



Ausbau Blumenbergsweg, Radwege

Der Blumenbergsweg sollte, inkl. der Anschlussstr. bis nach Roggendorf, ab der Neusser Landstr. dringend verbreitert und mit einer vernünftigen Strassendecke und einem Radweg ausgebaut werden (wie im Kreuzungsbereich bei Blumenberg Nord begonnen).
Gerade, nachdem nun nach Schließung von Fühlingen für LKW-Durchgangsverkehr, dieser den Blumenbergsweg verstärkt belastet. Bei Begegnung mit einem LKW, erst recht bei zwei sich begenenden LKW, ist teilweise Ausweichen auf den Randstreifen unumgänglich.



BLUMENSBERGWEG

Durch die neue Umgehungsstrasse von Fühlingen werden alle LKWs über den Blumenbergweg geleitet. Diese Straße ist für zwei LKWs zu eng. Den Blumenbergern wird es damit unmöglich mit ihren Kindern nach Fühlingen zukommen, geschweige bis zum nahen Rhein. Es ist lebensgefährlich mit dem Rad diese Strecke zurück zulegen.
Es muß dringend eine breitere Strasse und noch besser ein Rad- und Fussweg her.

29.09.2007 Amt für Strassenbau

Stadtwappen

LKW Durchfahrtverbot wird auf der Neußer Landstrasse in Köln Fühlingen ausgeweitet.

Seit heute haben wir es schriftlich vom Leiter des Amtes für Strassen und Verkehrstechnik, Herrn Klaus Harzendorf.

Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Fischer,

um die Verkehrsbelastung im Ortskern von Köln Fühlingen zu minimieren, ist die Durchfahrt für LKW auf der Neußer Landstraße seit Frühjahr 2007 nachts zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr durch eine entsprechende Beschilderung untersagt.
Nach eingehender Beobachtung der derzeitigen Verkehrssituation soll das Durchfahrtverbot nun ebenfalls auf die Tagesstunden ausgeweitet werden.

Ab Mitte Oktober wird die Beschilderung zunächst für eine Testphase von sechs Monaten entspechend angepasst.

Im Rahmen eines Pressetermins am Montag, 15. Oktober 2007, 12.00 Uhr wird die neue Regelung vorgestellt und vor Ort umgesetzt.

Ein weiterer Schritt zur Verkehrsberuhigung und eine vor 30 Monaten gestellte Forderung des Bürgervereins wurde damit erreicht.
Ohne die tatkräftige Unterstützung der Bürgerinitiative "BAFF" und der Bezirksvertretung Chorweiler, wäre das sicher noch nicht realisiert worden.

Beschluss BV 6 am 16.08.2007

Wappen des Bürgerverein

Planung der Umgehungsstrasse Fühlingen.

Beschluss:
Die Bezirksvertretung Chorweiler empfiehlt dem Verkehrsausschuss wie folgt zu beschliessen:
Auf Grundlage der Variante 2c der vorgelegten Trassenuntersuchung soll das 6. Änderungsverfahren für den Bebauungsplan Nr. 6456/06 weiter verfolgt werden, um das nötige Baurecht für die Realisierung der Strasse zu erlangen. Die Ausbauplanungen sollten erstellt und die notwendige Finanzierung gesichert werden, um eine zeitnahe Realisierung der Umgehungsstrasse sicherstellen zu können.

Zusatzbeschluss:

Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert den Bund auf
- die B9 zwischen Militärringstr. und Neuss für LKW Mautpflichtig zu erklären
- die Umleitungsempfehlung aud der BAB 1 entsprechend zu korrigieren.

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen

Sitzung Bezirksvertretung am 16.08.2007

Wappen des Bürgerverein

Auf der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung liegt eine Beschlussvorlage des Verkehrsausschusses zur Planung der Umgehungstrasse Fühlingen als TOP 9.2.2 der Tagesordnung vor.
Dem Bürgerverein liegt sie ebenfalls vor. Wir werden genau prüfen und verlangen eine offene Diskussion mit den betroffenen Bürger, insbesonders des Mennwegs.

Sollte die Bezirksvertretung zustimmen geht die Planung am 06.09.2007 in den Stadtentwicklungsausschuss und am 11.09.2007 zurück zum Verkehrsausschuss.

Aus der Presse erfahren

Wappen des Bürgerverein

Aus der Presse mussten wir heute erfahren, daß ab Oktober der LKW-Verkehr über 7,5t ganz aus Fühlingen verbannt werden soll.
Falls dies der Fall sein sollte, ist dies sehr erfreulich und ein Verdienst der engagierten Bürgerinitiative"BAFF".
Nur wurde diese Version vom Amt für Strassen- und Verkehrstechnik schon im Mai 2006 dem Bürgerverein als Alternative in Aussicht, und im Oktober 2006 als Lösung vorgestellt.
Hoffen wir nun auf die Umsetzung im Oktober 2007.

Ein Passus in der Erklärung macht stutzig.

Ziel sei es, jene Fahrzeuge aus Fühlingen zu verbannen, die nicht zwingend hindurch fahren müssen - also beispielsweise LKW, die keine Unternehmen in der näheren Umgebung beliefern.

Fragen.
Was sind Unternehmen in der näheren Umgebung? Radius < 10 km

Gewerbegebiet Feldkassel?
Industriepark Worringen/ Dormagen?
Gewerbegebiet Weidenpesch?

Was heißt nähere Umgebung?

Es gibt verschiedene Definitionen die als nähere Umgebung einen Radius von 15 Km angeben. Das bedeutet, Stadtgebiete Köln, Leverkusen, Dormagen ist nähere Umgebung und die LKW dürften weiter durch Fühlingen fahren.

Wer kontrolliert dies?


Möchte an dieser Stelle nicht das Erreichte und in Aussicht gestellte Ergebnis schlecht und mies reden, nur die Erfahrung mit Politik und Ämtern macht mit der Zeit sehr vorsichtig was Versprechungen betrifft.
Aus diesem Grund ist es besonders wichtig das alle in Fühlingen zusammen halten, mit dem Ziel ein lebenswerte Umgebung und Ortschaft zu schaffen.

AF BV Fühlingen

Neuste Informationen zur B9

Wappen des Bürgerverein

Es scheint wieder Bewegung in die Planung der Ortsumgehung Fühlingen zu kommen. Nach jahrelangem Dornröschenschlaf werden die Pläne zur Ortsumgehung Fühlingen mal wieder Gegenstand von Verhandlungen und Planungen. Die Politischen und Verwaltungs- Träger der Stadt Köln befassen sich wieder mit der Problematik der Trassenführung, u.s.w.sowie der Finanzierung.
Die Landesregierung ist ebenfalls informiert und wird Iherseits aktiv werden.
Dies ist auch ein Verdienst der Bürger Initiative BAFF, die mit Ihren legalen Aktionen auf die unmögliche Situation hingewiesen haben.
Wir bleiben auf der politischen Ebene weiter am Ball und werden mit Nachdruck die Planungen vorrantreiben.
In einem Brief an alle politischen Entscheidungsträger, im Rat der Stadt Köln haben wir eine sofortige Sperrung für den Schwerlastverkehr und Gefahrguttransport gefordert, sowie die Planung und Realisierrung der Ortsumgehung Fühlingen.

Sobald neue Informationen vorliegen, werden wir sofort berichten.

07.02.07 Brief des BV an alle polit. Gremien

Wappen des Bürgerverein

Oberbürgermeister Herr Fritz Schramma
Bürgermeisterin Frau Elfi Scho-Antwerpes
Bürgermeisterin Frau Angela Spizig
Bürgermeister Herr Josef Müller
CDU – Fraktion im Rat der Stadt Köln
SPD – Fraktion im Rat der Stadt Köln
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Köln
FDP - Fraktion im Rat der Stadt Köln
Die Linke Köln im Rat der Stadt Köln
Verkehrsausschuss Stadt Köln
Bezirksvorsteher Herr Lierenfeld


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher schon mitgekommen haben, protestieren die Bewohner von Köln Fühlingen massiv gegen den starken Verkehr auf der B9 in der Ortsdurchfahrt.
Besonders seit Einführung der Maut hat der Schwerlastverkehr enorm zugenommen, dies alles dürfte Ihnen ausreichend bekannt sein.
Wir vom Bürgerverein Fühlingen weisen ja schon seit Jahren auf dieses Problem hin.
Alle Zählungen, auch von Seiten des Amtes für Strassen- und Verkehrstechnik haben dies bestätigt. In Presse, Funk- und Fernsehen wurde darüber berichtet, nur eine Lösung wurde bis heute nicht realisiert, nur leere Versprechungen.
Es wurde zwar, am 15.01.07 der Bezirksvertretung 6, eine Notlösung in Aussicht gestellt, die irgendwann diese Jahr zum tragen kommen soll, aber die wurde dem Bürgerverein Fühlingen auch schon im Juni 2006 vorgestellt und sollte bis Dezember 2006 umgesetzt werden!

Um dem unhaltbaren Zustand dauerhaft zu beenden, fordern wir alle Fraktionen b.z.w. Verantwortlichen auf, ihre politische Verantwortung endlich wahrzunehmen und mit dem nötigen Druck, die im Koalitionsvertrag auf Seite 33, vereinbarte Abmachung umzusetzen.


Wortlaut:
Verlängerung der Industriestraße / Umgehungsstraße Fühlingen
Die Koalitionspartner (CDU & SPD) werden sich auf allen politischen Ebenen für die zügige Planung und Realisierung der Verlängerung der Industriestraße im Stadtbezirk 6, die zugleich die Funktion einer Umgehungsstraße für Fühlingen hat, einsetzen.


Die letzten Jahre wurde nichts in dieser Richtung unternommen, deshalb fordern wir jetzt mit allem Nachdruck,


Die Planungen der seit über 25 Jahren in Aussicht gestellten Umgehungsstraße Fühlingen zum Abschluss zu bringen.Den Bau der Umgehungsstraße schnellstmöglich in Angriff zunehmen, mit allen dazugehörigen Maßnahmen.Den Gefahrguttransport mit sofortiger Wirkung aus Richtung Worringen zu verbieten, wie es auch schon seit 3 Jahren aus Richtung Köln der Fall ist. Zu Ihrer Kenntnis, ab Mitte 2007 ist ein neuer Gefahrgutterminal im Bayer Chemiepark in Dormagen fertig gestellt und es dürfte jedem klar sein, das noch mehr Gefahrguttransporte über die B9 und durch Fühlingen und Worringen stattfinden.
Die sofortige Sperrung der Ortsdurchfahrt Fühlingen für den Schwerlastverkehr aus beiden Richtungen.
Eine Entschärfung der Kreuzung, Neußer Landstraße – Blumenbergsweg – Mennweg. Sei es durch den Bau eines großen Kreisels, oder sonstiger Verkehrssichernde Maßnahmen.

Wie sind gespannt und erwarten eine schnelle und befriedigende Antwort zu unseren Forderungen denn,

Die Bürger die Euch gewählt, wurden schon genug gequält.



Anlagen: Gesamtverkehrskonzept Kölner Norden aus dem Jahre 1989 (letztes Jahrtausend)
Sachstandsbericht für Hauptverkehrsstraßen im Stadtbezirk Chorweiler aus 2006


Mit freundlichen Grüssen
Bürgerverein Köln Fühlingen

Adalbert Fischer Vorsitzender

Anlage 1

Eine Planung aus dem letzten Jahrtausend!

Was ist bis heute umgesetzt worden?

Kölner Stadt-Anzeiger vom 10. August 1989; Autor: Susanne Küppers, Zeichnung: Butschan

Stadt legt ein Gesamtverkehrskonzept vor - Verwaltung erläutert die Auswirkungen für den Kölner Norden

Die Stadtverwaltung hat den politischen Gremien nun einen Verkehrsplan zur Diskussion vorgelegt, der die Entwicklungstrends der Kölner Verkehrsverhältnisse bis ins nächste Jahrtausend berücksichtigt: das sogenannte Gesamtverkehrskonzept (GVK).

Alle Verkehrsnetze - also Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr sowie der öffentliche Personen-Nahverkehr und der überregionale Verkehr - erscheinen in dieser Obersicht erstmals zusammengefasst als Gesamtverkehrsnetz. Verhindert werden sollen so zum Beispiel nur kurzfristig wirksame Investitionen wie etwa der übereilte Bau von Straßen, die nach einem Rückgang des Verkehrsaufkommens, den Fachleute nach dem Jahre 2010 prognostizieren, unnötig würden. Wie die so genannten Fachleute sich damals geirrt haben

Weiteres Ziel des umfangreichen Planwerkes soll die Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber dem Auto sein. So plädieren die Stadtplaner unter anderem für die Verlängerung von Bahnlinien in den Vororten.

Einzig das Busnetz ist bisher noch nicht in den Gesamtverkehrsplan eingearbeitet worden. Die Verwaltung erläuterte auch in der Bezirksvertretung Chorweiler die derzeitige Verkehrssituation und die Prognosen und Planungen für die nächsten Jahrzehnte im Kölner Norden.

"Man kann für den Stadtbezirk Chorweiler nicht von einem ausgeglichenen Angebot für alle Verkehrsarten sprechen. Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel sind, außer in der Nähe der S-Bahn-Stationen, wegen der langen Wege zu benachbarten Stadtbezirken, zur Innenstadt und zu den Nachbarstädten, gegenüber Autofahrern eindeutig im Nachteil", heißt es in der Situationsbeschreibung im neuen Verkehrsplan.

Die Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel von der Innenstadt in einige Vororte seien zum Teil sogar ungünstiger als etwa Verbindungen zwischen Köln und den Innenstädten von Bonn, Aachen, Düsseldorf oder Duisburg, lautet eine Kritik an den derzeitigen Verhältnissen.

Dies führe zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil des Autoverkehrs in diesen Stadtteilen, heißt es in der Beschreibung der Chorweiler Verkehrsverhältnisse. Unter anderem sei eine bessere Abstimmung der Fahrpläne aller öffentlichen Verkehrsmittel erforderlich.

Für den überbezirklichen Verkehr stellen die Experten folgende Pläne vor:

Die ehemals geplante Autobahn 542 zwischen der A 57 und der A 59 mit einer Rheinbrücke östlich von Worringen ist im Gesamtverkehrskonzept aufgegeben worden. Hierfür bestehe keine dringende Notwendigkeit mehr, heißt es.

Weitergebaut werden soll dagegen die Industriestraße (zwei verschiedene Trassenführungen stehen hier zur Diskussion) bis nördlich von Fühlingen, um dort mit der B 9 (Neusser Landstraße) und dem Blumenbergsweg verknüpft werden zu können. Bis heute Fehlanzeige

So entstehen überörtliche Straßenverbindungen zu den Autobahnabfahrten Worringen und Niehl. Die noch zu verlängernde Mercatorstraße soll ebenfalls an den Blumenbergsweg angeschlossen werden.

An die Mercatorstraße wird auch die vorgesehene Nordumgehung Volkhoven/Weiler, die in die geplante Escher Umgehungsstraße münden soll, angebunden. Auch eine Auffahrts- und Abfahrtsmöglichkeit von der A 57 in Höhe der Abfahrt Chorweiler in Richtung Neuss oder von dort kommend ist im Plan gekennzeichnet.

Bei den überbezirklichen Radwegverbindungen sprechen sich die Planer für eine Weiterentwicklung der Nord-Süd-Route von Nippes nach Dormagen und der Ost-West-Route von Langel nach Pulheim aus.

Die Entwicklung im Kernbereich von Chorweiler (Blumenberg, Chorweiler, Fühlingen, Lindweiler, Volkhoven/Weiler, Seeberg):
Verbessert werden muß hier nach Ansicht der Fachleute besonders die Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen des Stadtbezirks mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch zu Fuß. Dazu gehört der Umbau großflächiger und für Fußgänger gefährlicher Straßenkreuzungen.
Die beiden Knotenpunkte Willi-Suth-Allee und Athener Ring/Herstattallee könnten beispielsweise durch bauliche Umgestaltungen zusammengefasst werden. Eine Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Neusser Landstraße in Fühlingen wird nach der Verlängerung der Industriestraße als Umgehungsstraße Fühlingen angestrebt. Bis heute Fehlanzeige.

Die Planungen für Merkenich, Rheinkassel, Langel und das Gewerbegebiet Feldkassel:
Die "Entwidmung" (Entfernung) der Alten Römerstraße zwischen Langel und Worringen nach der Fertigstellung der Fühlinger Umgehungsstraße und die Verlängerung der KVB-Linie 12 bis nach Langel und zum dortigen Gewerbegebiet sind die beiden zentralen Ideen im GVK.


Der Verkehr in den Stadtteilen Esch, Auweiler und Pesch:
Besonders störend ist hier der hohe Durchgangsverkehr nach Sinnersdorf und Pulheim. Der GVK führt hier lediglich die bereits vorhandenen Pläne zur Verkehrsberuhigung der 1975 eingemeindeten Stadtteile sowie die Planentwürfe für die Umgehungstrage Esch auf.

Das Konzept für Roggendorf/Thenhoven und Worringen:
Zwei Straßen in der Nähe des Wasserschutzgebietes in Weiler sollen langfristig für den Autoverkehr aufgegeben werden. Nach der Anbindung der Mercatorstraße an den Blumenbergsweg soll der Dresenhofweg, der von Weiler nach Worringen führt, nur noch für Radfahrer zu benutzen sein. Vom Blumenbergsweg können Autofahrer dann in die Bruchstraße Richtung Worringer S-Bahnhof einbiegen.
Für den Kfz-Verkehr gesperrt werden soll die Verbindung zwischen Roggendorf/Thenhoven und Esch. Autofahrer sollen in Zukunft, wenn in Höhe der Autobahnabfahrt Chorweiler auch eine Auffahrt in Richtung Neuss und eine Abfahrt für Autofahrer aus Neuss geschaffen worden ist, die Autobahn 57 benutzen, um von Esch nach Roggendorf/ Thenhoven oder umgekehrt zu gelangen. Außerdem ist die seit Jahren geplante Nordumgehung Roggendorf/Thenhoven, die den von Worringen kommenden Verkehr in Richtung Westen aufnehmen soll, im GVK eingezeichnet.
In Worringen kann der Ost-West-Verkehr allerdings nur über die St.-Tönnis-Straße mitten durch den Ort geführt werden. Die Stadtplaner plädieren daher für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der gesamten Ortschaft. An den S-Bahnhöfen Worringen, Blumenberg und Chorweiler sollen weitere "Park and Ride"-Plätze angelegt werden. Auf Kritik in der Bezirksvertretung Chorweiler stießen die langfristigen Pläne zur Sperrung der Straßenverbindung Esch-Roggendorf für Autofahrer. Der Umweg über die Autobahn könne den Bürgern nicht zugemutet werden, hieß es.

Die Grünen bemängelten besonders das Fehlen eines Buskonzepts. Ohne die Prognosen für den Busverkehr in den nächsten Jahren könne man nicht über ein Verkehrskonzept abstimmen. Auch die Unterstützung des GVK für den Bau zahlreicher Umgehungsstraßen stieß bei den Grünen auf Ablehnung.

Ihr Votum für oder gegen das Gesamtverkehrskonzept will die Bezirksvertretung in ihrer ersten Sitzung nach den Ferien abgeben. Die Sommerpause wollten die Fraktionen noch zur Beratung nutzen.

Anlage 2

Sachstandsbericht für Hauptverkehrsstraßen im Stadtbezirk Chorweiler

Von Stefan Rahmann

Chorweiler. Mit einem großen Wurf wartete Georg Tkotz vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler auf. Tkotz hat auf Anfrage des FDP-Bezirksvertreters Michael Birkholz den baulichen und baurechtlichen Sachstand für alle Hauptverkehrsstraßen in Chorweiler zusammengefasst, auf denen Änderungen geplant sind. Was dabei herauskam, überraschte in der Menge dann doch die Mitglieder der Bezirksvertretung.

Das Gesamtverkehrskonzept Köln sieht den Aus- und Neubau folgender Abschnitte vor: Ausbau der A 1 von vier auf sechs Fahrspuren, Umbau der Anschlussstelle Chorweiler an der A 57, Neubau der Umgehungsstraßen Roggendorf, Fühlingen, Esch und Weiler, die Verlängerung der Mercatorstraße mit Anbindung an den Blumenbergweg und den Ausbau des Blumenbergwegs und dessen Verlängerung bis zur Anschlussstelle Roggendorf an die A 57. Für den Ausbau der Anschlussstelle Chorweiler liegt das Einverständnis des Bundesverkehrsministeriums bereits vor. Er soll zeitgleich erfolgen mit dem Ausbau der A 57 auf sechs Fahrspuren.

Wann das geschehen wird, ist zurzeit allerdings noch nicht genau absehbar. Für die Ausweitung der A 1 auf sechs Spuren zwischen den Kreuzen Köln-Nord und Köln-West liegt dagegen ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss vor. Die Arbeiten beginnen im nächsten Jahr. Der Bau der Umgehungsstraße Roggendorf ist derzeit bereits in vollem Gange. Die ersten Autos sollen noch in diesem Jahr dort fahren.

Problematisch ist allerdings noch die Umgehungsstraße Fühlingen. Baurecht gibt es für den Abschnitt von der Merianstraße bis zum Mennweg. Dann sollte nach den ursprünglichen Plänen die Trasse zurück zur Neusser Landstraße geführt werden, was jedoch nach derzeitigem Stand der Hochwasserschutzplanung nicht möglich scheint. Zurzeit liegen die amtlichen Bemühungen um die Umgehungsstraße auf Eis. Die Mercatorstraße ist bis zum Blumenbergweg verlängert, dessen Anbindung an die Anschlussstelle Roggendorf jedoch in weiter Ferne liegt. Das Land, zuständig für den Weg, rechnet mit dem Bau nicht vor 2015. Umgehungsstraßen für Esch und Weiler wird es nach derzeitigem Stand wohl nicht geben. Eine Umweltverträglichkeitsstudie für Weiler hat ergeben, dass die Straße im Wasserschutzgebiet läge.

Weitere Pläne verfolgt die Verwaltung zurzeit nicht. Seit dem Jahr 1992 existiert zwar ein Vorentwurf für die Umgehungsstraße Esch, den lehnte die Bezirksvertretung damals allerdings ab. Seitdem hat sich nichts getan.

17.01.07 Brief des BV an Stadt, Land, Bezirk

Wappen des Bürgerverein

Mit diesem Schreiben vom 17.01.2007 an die unten aufgeführten Stellen haben wir zum wiederholten Male auf das Problem hingewiesen.

Bezirksvertretung Chorweiler
Rat der Stadt Köln
Vertreter im Landtag NRW.



Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bürgerverein Köln Fühlingen möchte nochmals auf die unerträgliche Situation, bezüglich des Schwerlastverkehrs auf der B9, in der Ortsdurchfahrt Fühlingen hinweisen und das, die vom Amt für Straßenbau und Verkehrstechnik versprochenen Sperrungen für LKW über 12 t endlich realisiert werden.
Momentan haben wir wieder eine Belastung durch Mautpreller, von bis zu 60 LKW in der Stunde und das auch Nachts, der Straßenbelag ist durch die Überbelastung in einem erbärmlichen Zustand, was zu einer unerträglichen Lärmbelästigung neben der allgemeinen Gefährdung in der Ortsdurchfahrt führt. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h wird zu keiner Zeit und vor allem Nachts nicht eingehalten, es sei denn es sind mal Kontrollen.
Wir fordern deshalb eine sofortige Sperrung für den Schwerlastverkehr wie versprochen.
Das Amt für Straßenbau- und Verkehrstechnik hat durch Messungen und Zählungen im Sommer 2006 die Notwendigkeit schon nachgewiesen und wollte nach Aussage durch den Leiter Herr Harzendorf, in der Sendung des DLF am 03.05.2006, bis Ende 2006 eine Sperrung vornehmen.
Stand bis heute. Trotz mehrfachen Anfragen an das Amt, NICHTS !