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Bericht und Fotos: Heike Matschkowski/WorringenPur.de
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Bericht KSTA 19.05.2010
Neue Pläne für Haus Fühlingen
Von Oliver Görtz, 19.05.10,
Die Eigentümer des Hauses Fühlingen stehen in Verhandlungen mit den Investoren. Der altehrwürdige Reiterhof soll möglichst schnell saniert werden, um das Gebäude vor dem Verfall zu bewahren.
Fühlingen - Mit Nachdruck arbeiten nun das Amt für Denkmalschutz und der Besitzer des Hauses Fühlingen an Erhalt und möglichst schneller Sanierung des altehrwürdigen Reiterhofs. „Wir sind in engem Kontakt mit dem Eigentümer. Es muss jetzt etwas geschehen“, sagte eine Mitarbeiterin des Amts, die namentlich nicht genannt werden wollte. Die Behörde erarbeitet derzeit einen Sachstandsbericht zum Baudenkmal, der der Bezirksvertretung Chorweiler im Juni vorgelegt wird.
Das Haus Fühlingen wurde im 19. Jahrhundert errichtet und gehörte dem Freiherrn von Oppenheim. Seit einigen Jahren steht das wuchtige Gebäude leer und wird immer wieder von unerlaubten Eindringlingen beschädigt. Zudem nagt der Zahn der Zeit massiv an den alten Gemäuern. Schon lange regen die Parteien in der Bezirksvertretung unisono an, das Haus zu sanieren und so vor dem Verfall zu bewahren. „Es ist jetzt an der Zeit, einen Punkt zu setzen. Wir müssen unsere Baudenkmäler im Bezirk schützen“, sagte Rainer Stuhlweißenburg (CDU).
Jens Liewald, Besitzer des Hauses Fühlingen, hatte schon konkrete Pläne zur Restaurierung des Objekts. Wohnungen sollten darin entstehen. Dann jedoch haben sich die Interessenten immer wieder zurückgezogen. „Die fehlende Umgehungsstraße ist das einzige Manko. Dies blockiert jede Verhandlung“, so Liewald. Das Haus liegt direkt an der viel befahrenen Neusser Landstraße. Voraussichtlich 2011 soll die Ortsumfahrt für Fühlingen entstehen, wodurch auch der Verkehr vor dem Haus Fühlingen stark zurückgehen wird. „Wir stehen nun wieder in ernsten Verhandlungen mit Interessenten“ sagt Liewald. Hierbei gehe es erneut um mögliche Wohnungen, aber auch ein Klinikbetreiber habe sich gemeldet.
Die erste Baugenehmigung ist abgelaufen. Nun beantragt Liewald sie noch einmal. Das bedeutet für ihn, dass er sämtliche Gutachten - etwa zum Landschaftsschutz, weil das Haus in einem Naturschutzgebiet liegt - erneut besorgen und vorlegen muss. „Bis alle Genehmigungen erteilt werden, dauert es mindestens noch ein halbes Jahr, sagte die Mitarbeiterin des Amtes für Denkmalpflege.
Unterdessen hat Liewald alle Hände voll damit zu tun, das Baudenkmal vor Eindringlingen zu schützen. Immer wieder gehen vor allem Jugendliche in das Haus mit seinem inzwischen morbiden Charme. „Wir fahren einmal im Monat raus und mauern die Türen und Fenster neu zu“, sagte ein Angestellter Liewalds vor Ort. „Der Mörtel ist noch frisch“, da seien die Schutzwände auch schon wieder eingerissen, bestätigte auch die Mitarbeiterin des Amts für Denkmalpflege, „nur ein Baubeginn“ können die Eindringlinge stoppen.
